Philipp Fuchs

Philipp Fuchs

Vexierbilder mit Tiefgang

Es ist noch gar nicht lange her, da haben wir von der Photo18 Zürich berichtet. Wie angekündigt möchten wir im Nachgang einige, wie der Schweizer sagt “spezielle Künstler” vorstellen. Gerade bei Ausstellungen von diesem Kaliber und der großen Menge an gezeigten Werken suchen wir

das Spezielle
das Originelle

kurzum, die Werke die einem im Nachgang beschäftigen. Unser Augenmerk liegt dabei nicht auf großen Namen oder aufwendig produzierten Displays, wir suchen einmal mehr das nextbigthingy. Wir haben auf der Photo18 Zürich Einblick in die Werke von Philipp Fuchs erhalten und waren sichtlich beeindruckt.
Was uns genau an der Arbeit von Phillipp Fuchs gefallen hat und warum wir glauben dass seine Bilder und Art der Fotografie ein nextbigthingy sind, möchten wir in diesem Artikel zum Ausdruck bringen.

Vexierbilder

Auf der Photo18 gab Phillipp Fuchs einen Einblick in die Welt seiner Vexierbilder eine ganz spezielle Darstellung mit viel Tiefgang, die einen zwingt sich mit dem gezeigten Bild auseinander zu setzen. Nicht provozierend, anstössig oder schockierend, die Vexierbilder haben es Wort wörtlich in sich und fordern auf es aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und auf sich wirken zu lassen.

Die Definition eines Vexierbilds

Ein Vexierbild ist laut Wörterbuch der Brüder Grimm ein „Bild mit einem in der Zeichnung verborgenen Betrug, Scherz.
Vexierbilder waren im späten Mittelalter ähnlich den sogenannten Vexierliedern eine Möglichkeit der Zeichner, einen Missstand aufzuzeigen oder eine satirische Überspitzung zeichnerisch darzustellen, ohne sofort eine Strafe fürchten zu müssen. Die Vexierbilder dienten in diesem Sinne allerdings auch oft der Belustigung, indem man durch Drehen etc. eine andere Bedeutung des Gezeichneten wahrnehmen konnte. (Quelle: Wikipedia)

In den Fotografien von Philipp Fuchs geht es nicht um Betrug, Irreführung oder Täuschung, sondern vielmehr um die Verknüpfung des Hauptmotivs (meistens ein architektonisches Bauwerk) mit seiner eigenen Geschichte oder der Umgebung.

Das Ergebnis ist ein Bild mit einerseits klaren Kanten und starkem Ausdruck und andererseits enormen Tiefgang durch die Überblendungen, Spiegelungen und spielerischen Einbeziehung der Umgebung.

Mit den Worten von Philipp Fuchs gesagt

“Etwas Klares und Statisches bekommt von mir ein bewegliches Element hinzugefügt”

Es entsteht automatisch der Effekt, dass man mindestens zweimal hinschauen muss und sich fragt „was hat sich hier versteckt“ und dann beginnt man mit der eigenen Interpretation des Bilds und der Suche nach der Story.

Wir haben Philipp Fuchs nach der Wahl seiner Motive befragt, die Antwort war straight to the Point:

„Ich suche etwas abstraktes Verwirrendes“

Ein Besucher der Photo18 beschrieb seine Bilder mit

„Er schafft mit seinen Bildern Ordnung im Chaos“

Gerade im Zeitalter von Storytelling, der Jagd nach originellen Content und dem Zwang authentisch und nahbar zu bleiben ist diese Art der Darstellung äusserst eindrucksvoll und bietet viele interessante Ansätze.

Über Philipp Fuchs

Philipp wurde 1979 in Freibug im Breisgau geboren und ist in Muttenz bei Basel in der Schweiz aufgewachsen. Er lebt seit einigen Jahren in Laufenburg im Aargau.

Seine ersten Gehversuche in der Fotografie unternahm er bereits in seiner Jugend mit der Minolta SR-T 101 seines Grossvaters, die ihn über viele Jahre begleitete. Die Große Begeisterung für Fotografie und Architektur wurde bei Phillipp Fuchs im März 2001 bei einer New York Reise geweckt. 2008 kam dann der Umstieg auf eine digitale SLR-Kamera, eine Sony Alpha 350. Sie war stets dabei bei den Erkundungen seiner Lieblingsstadt Paris, sonstigen Exkursionen und auch beim nächsten New York Besuch in 2015. Im Anschluss daran begann Phillipp Fuchs sich vertiefter mit Architektur und Fotografie auseinander zu setzen. 2016 dann die Investition in eine Leica M Monochrom (Typ 246) – ein Quantensprung in Qualität und Ausdrucksmöglichkeit.

Zu seinen Idolen zählen große Namen wie:

Henri-Cartier Bresson, Elliott Erwitt und André Kertész, Gabriele Basilico, Erieta Attali und Iwan Baan.

Bisherige Ausstellungen

2018: Kunst im Petershof, Basel (ab 14. April )
2018: Photo18 Zürich
2017: Kulturnacht Laufenburg
2017: Photo17 Zürich
2016: Kulturnacht Laufenburg

Neben den beeindruckenden Vexierbildern steht Philipp Fuchs Fotografie für sinnliche, ungewöhnliche und markante Architekturfotografie. In der leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit Architektur entstehen vielschichtige Bilder mit erkennbarer Handschrift, die auf dem intensiven Erleben und Entdecken vor Ort gründen. Nicht nur den Bauwerken und städtischen Gegenden selbst, sondern ebenso ihrer Wirkung im Umfeld geht er bewusst nach und zeigt sie im Kontext.

Philipp Fuchs arbeitet überwiegend in schwarz-weiss, auf diese Weise schafft er es besonders gut den emotionalen Gehalt von Architektur herauszuarbeiten. Eine Konzentration auf schwarz-weiss ermöglicht es zudem Kontraste, Formen, Abstraktionen und den Eindruck des Haptischen zu betonen.
Seine Ambitionen beschreibt Phillipp Fuchs klar und direkt mit der Erschaffung unverwechselbarer und ausdrucksstarker Bilder, die Architektur zeitlos faszinierend festhalten. Die Fotografien bieten damit eine Alternative zu dokumentarisch geprägten Bildern von Gebäuden.
Sein Profil und Tätigkeitsgebiet wird geschärft und abgerundet von Arbeiten, die den urbanen Raum thematisieren sowie der fotografischen Beschäftigung mit Kunst.

Das große Talent und die Ausdruckskraft seiner Bilder im Bereich der Architektur und des Urbanem Lebens kann ab sofort auf einer eigens dafür erstellten Plattform mit dem passenden Namen ARCHIBITION bewundert werden.

 

Wir sind gespannt auf weitere spannende Ausstellungen und Fotografien mit enormen Tiefgang und großer Wirkung.

Stay archibitioned,

Jürgen

 

Photo Credit: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Philipp Fuchs

 

 

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